„Die Halltaler Rodel“

 

Zu den frühesten Rodelbauern zählen die Bergleute des Salzbergs im Halltal. Um 1900 entstand die Rodel Spezialtyp Halltaler, die man auch als Bergerrodel bezeichnete, welche sowohl als Ein- als auch als Doppelsitzer gebaut wurde.



Absam entwickelte sich zu einem wichtigen Ort des Rodelbaus. Für die Konstruktion von Rennrodeln waren vor allem die Brüder Weißnicht von großer Bedeutung. Die Rennrodeln von Anton (1913-1992, Absam) und Albert (1916-2010, Absam) Weißnicht sind niedrig und durch ihre Elastizität leicht zu lenken. Sie laufen auf der Innenkante der Kufen, wobei die daran befindlichen Schienen durch aufgenietete Stahlblätter ergänzt und diese wiederum mit scharfen Kanten versehen sind. Die Sitzfläche bilden starke Gurten.



Josef Prantner Senior (1913-1992, Wagnermeister in Absam) arbeitete eng mit den Brüdern Weißnicht zusammen und leistete im Rodelbau Pionierarbeit.



1859 wurde von Andrä Prantner der Wagnerbetrieb gegründet. Seither ist diese Firma ein Familienbetrieb. Unter Josef Prantner Senior entwickelte sich das Handwerk immer mehr von der Wagnerei zum Rodelbau. Ab 1992 führte Josef Prantner Junior den Betrieb. In der 5. Generation übernahm Stefan 2013 die Werkstatt für Rodelbau und Wagnerei vom Vater. Die Erfahrungen werden von Generation zu Generation weitergegeben. Durch diese jahrzehntelangen Entwicklungsarbeiten steht der Betrieb heute für Qualität und zufriedene Kunden.

 

3 Generationen der Familie Prantner mit dem Gründer Andrä "Rausch`n Ander" (ganz rechts) - um 1900.


Wagnermeister Johann Prantner (1875-1957) mit einem von ihm gebauten Wagen.

Stefan Prantner in der 5. Generation.